Integration

different-nationalities-1124478_960_720Integration ist eine notwendige Bedingung für eine fruchtbare Zeit im Kindergarten. Der Begriff ist dabei weit zu fassen und betrifft daher verschiedenste Bereiche – von der Einbindung der Familien über die Gestaltung der Eingewöhnungsphase bis hin zur Integration von Kindern mit speziellen Anforderungen.

Familienarbeit

Wir verstehen unsere Einrichtung als Begegnungsort für Familien. In der Familienarbeit streben wir das Gestalten der Erziehungspartnerschaft von Familie und Erzieherinnen an:

  • Wir beraten und unterstützen die Eltern bei der Erziehung des Kindes
  • Wir tragen gemeinsam mit den Eltern Sorge für die Förderung des Kindes
  • Wir beteiligen Eltern an der Entwicklung unserer pädagogischen Arbeit
  • Wir fördern Kontakte zwischen Familien
  • Wir stellen Kontakte zwischen Familien und Pfarrgemeinde her
  • Wir arbeiten zusammen mit Fachdiensten und anderen Institutionen und stellen Kontakte her.
  • Wir führen regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Eltern
  • Wir haben stets ein offenes Ohr für die Belange der Familien

Eingewöhnungszeit

Wir sehen den Kindergarten als einen wichtigen Lernort des „Ablösens“ zwischen dem Kind und seinen Eltern an. Mit unserer Arbeit streben wir eine schonende Eingewöhnungszeit des Kindes in den Kindergarten an, in der sich auch die Eltern sicher sein können, dass ihr Kind gut begleitet wird.

Wir benötigen die Unterstützung der Eltern, denn es zeigt sich immer wieder, dass dem Kind die Trennung von den Eltern leichter fällt, wenn diese den Ablösungsprozess positiv begleiten.

Für die Eingewöhnung des Kindes ist daher wichtig, dass es folgendes erfährt:

  • Ich kann mit Unterstützung meiner Familie einen Schritt in meine Eigenständigkeit gehen
  • Ich komme gerne in die Kindertageseinrichtung, ich fühle mich sicher und angenommen
  • Ich nehme Anteil am Geschehen in der Kindertageseinrichtung und kenne die Abläufe und Regeln
  • Ich knüpfe erste Kontakte zu anderen Kindern und zu den Erzieherinnen und baue Vertrauen auf
  • Ich nutze die vorhandenen Spiel– und Rückzugsmöglichkeiten

 

Integration in den Gruppenalltag

Wir sehen die Gruppe als Begegnungs- und Lernort an. Unser Ziel ist, dass sich das Kind auf der Grundlage von Geborgenheit und Sicherheit in der Gruppe sozial verhalten und entwickeln kann.

Aus Sicht des Kindes bedeutet das:

  • Ich erfahre Respekt und Akzeptanz meiner Person gegenüber
  • Ich erhalte das Vertrauen der anderen, kann Vertrauen geben und Selbstvertrauen entwickeln
  • Ich kann mich in meinem Verhältnis zu den anderen wahrnehmen, werde zu Kontakten fähig und entwickle ein Gemeinschaftsgefühl
  • Ich kann innerhalb der Regeln und Grenzen der Gruppe meine Individualität entfalten
  • Ich lerne mit Konfliktpartnern fair umzugehen

 

Integration des Kindes mit ausländischer Herkunft

Wir verstehen die Gruppe als Ort der kulturellen Annäherung. Unser Ziel ist, dass Kinder und Eltern erfahren, dass das Zusammenleben trotz unterschiedlicher Kulturen gelingen kann.

Aus der Sicht des Kindes heißt das:

  • Ich erlebe, dass meine Kultur wertgeschätzt wird
  • Ich lerne verschiedene Kulturen kennen und akzeptiere unterschiedliche Lebensweisen
  • Ich lerne kulturell bedingte Konflikte zu verstehen und mit ihnen tolerant umzugehen

 

Integration des Kindes mit Behinderungen

Wir verstehen unseren Kindergarten als Ort des Zusammenlebens von behinderten und nicht-behinderten Kindern. Unser Ziel ist, dass Kinder und Eltern erfahren, dass das behinderte Kind in die Gruppe und die gesamte Einrichtung integriert werden kann. Aus der Sicht des Kindes und der Gruppe heißt das:

  • Ich erlebe, dass ich mit meiner Behinderung wertgeschätzt werde
  • Ich erfahre Respekt und Akzeptanz
  • Die Gruppe lernt durch die Integration bedingte Konflikte zu verstehen und mit ihnen tolerant umzugehen.

Aus der Sicht der Mitarbeiterinnen heißt das:

Integration in der Gruppe

Gemeinsam mit den Kindern der Gruppe bzw. der Einrichtung findet die Integration statt, indem

  • die Kinder Entwicklungsstand orientiert gefördert werden.
  • wir die Priorität auf Gruppenprozesse setzen.
  • wir lebenspraktische Fertigkeiten in Standartsituationen, die das Leben der Kindergruppe mit prägen und sich täglich wiederholen, fördern.
  • Freispielsituationen, die in besonderer Weise den Kindern Eigenaktivität ermöglichen, durchgeführt werden.