Umzug der Kindertagesstätte

Situation

Die katholische Kindertagesstätte besteht schon seit 1953 und ist genauso lange in den kircheneigenen Räumen in der Hubertusstraße 9 ansässig. Die letzte Renovierung des Gebäudes fand 1995 statt.

Nach über 50 Jahren intensiver Nutzung besteht am Gebäude ein erheblicher Sanierungsaufwand. Hinzu kommt eine völlig gewandelte Betreuungssituation, denn ursprünglich war der Kindergarten nur für eine kurze Betreuung (Halbtagsbetreuung) von einigen Stunden vorgesehen. Mittlerweile gehören aber auch U3-Plätze und eine zeitlich erweiterte Betreuung zum Angebot, was andere pädagogische Maßnahmen erfordert. Daher wurde seit 2012 erwogen, wie man diesen neuen Anforderungen am besten Herr werden könnte. Diese Planungen erfordern eine enge Abstimmung zwischen Stadt und Kirchengemeinde, die sich die Baulast 50:50 teilen.

Nachdem ein Umbau der bisherigen Kita verworfen worden war, begannen Planungen, die von der Stadt aufzugebende Kita in der Gartenstraße 14 zu sanieren und für einen Betrieb mit zwei Gruppen inkl. U3-Plätze auszubauen. Die kommunale Kita ist im September 2015 in ihre neuen Räumlichkeiten in der Neutitscheiner Straße gezogen.

Im April 2016 konnten die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an der Kita in der Gartenstraße erfolgen. Diese Arbeiten werden im Juli 2016 abgeschlossen sein. Dann kann der Umzug beginnen, so dass die Kindertagesstätte St. Anna im Spätsommer in ihre runderneuerten und den zukünftigen pädagogischen Erfordernissen Rechnung tragenden Räumlichkeiten einziehen kann.

Die Kosten für die Baumaßnahme liegen voraussichtlich bei etwas über 300.000 €.

Umzug in sanierten Altbau

Die Kindertagesstätte „Zwergenland“ wurde 1969 für drei Kindergartengruppen errichtet. Im Jahre 1985 wurde das Gebäude umgebaut und u. a. mit einem neuen Dach versehen. Aufgrund des gesetzlichen Anspruchs auf einen Kita-Platz musste die Stadt Braunfels eine größere Kita in der Neutitscheiner Straße erbauen, die 2015 bezogen werden konnte.

Die katholische Kindertagesstätte St. Anna bietet 45 Betreuungsplätze in zwei Gruppen, eine weniger, als in der Gartenstraße früher untergebracht waren. Dies schafft Raum für notwendige Umbauten.

Konkret werden wegen des veränderten Betreuungsangebots und gestiegener Standards folgende Dinge bei der Sanierung berücksichtigt:

  • Bewegung: Es müssen mehr Möglichkeiten für Bewegung geschaffen werden. Dies liegt zum einen daran, dass Kinder unter drei Jahren einen erhöhten Bewegungsbedarf haben, zum anderen bedingt eine Ganztagesbetreuung einen längeren Aufenthalt von Kindern und Personal in der Einrichtung. Dadurch müssen mehr Dinge des täglichen Lebens in der Kita selbst vorgehalten werden.
  • Differenzierte Arbeit: In der Kita werden nun Kinder mit einer Altersspanne von zwei bis sechs Jahren betreut. Es muss daher eine Möglichkeit bestehen, nach Altersgruppen zu differenzieren, um auf jede Altersstufe gesondern eingehen zu können. Dafür müssen entsprechenden Räume geschaffen werden.
  • Schlafraum: Es muss ein Raum für die Ruhe vorgehalten werden.
  • Sanitäre Anlagen: Die Anlagen müssen den Anforderungen kleinerer Kinder angepasst werden.

Dieses Raumprogramm kann nur teilweise durch Umbau des Bestandsbaus erreicht werden. So wird einer der bisherigen Gruppenräume die künftigen Differenzierungsräume aufnehmen. Für den Ruhebereich wird ein Anbau an das Gebäude errichtet, der auch die Wartezone für Eltern (insbesondere während der Eingewöhnungsphase) und im Außenbereich Unterstellmöglichkeiten für Kinderwägen aufnimmt.

Vorteile des Umzugs

Die Kindertagesstätte erhält für einen vertretbaren finanziellen Aufwand ein rundum erneuertes Gebäude zur Nutzung überlassen, das den Ansprüchen an die Ganztagesbetreuung von Kindern von zwei Jahren bis zum Vorschulalter auch in Zukunft voll entspricht.

Ein besonderer Vorteil ist das gegenüber der Hubertusstraße 9 wesentlich größere Außenrevier. Aber auch im Inneren stehen in Zukunft mehr Flächen zur Verfügung.